der letzte monat - melt, osten, wacken..
Nach einem guten Monat Blogabstinenz jetzt die Zusammenfassung der ereignisreichen letzten Wochen.
Nach der letzten Ankreuzklausur (Persönlichkeitspsychologie) am 15. Juli und ausgiebigstem Feiern, ging es dann mit den Schatzis zu den Mausis gen Osten, jenseits der ehemaligen Mauer nach Magdeburg. Grillen, chillen und früh raus um am nächsten Tag aufs Melt Festival in Ferropolis zu fahren. Vor zwei Jahren schon mal dort gewesen und mal wieder von der Location begeistert. Ein altes Tagewerk mit einigen 500t Baggern. Freitagabend dann folgende Bands und DJs gesehen und ordentlich dazu getanzt: Modeselektor, Booka Shade, kurz bei Alter Ego und noch kürzer bei Alexander Marcus. Abschluss bot Skream mit Hammer Dub-Breakbeats inkl. Sonnenaufgang.
Samstagabend dann mit The Notwist gestartet, danach wollten wir zu The Whitest Boy alive, waren allerdings nicht die einzigen und die Halle war schon brechend voll, s.d. niemand mehr reingelassen wurde. So richtig, richtig ab ging es dann bei Crookers, deren Musik wir uns vorher schon mehrere Male zu Gemüte führten und wie der Rest der Leute schön feierten. Afterwards noch mal bei Boys Noize reingeschaut und mal wieder im sanften Morgenlicht zum Zelt gefahren und gelaufen.
Sonntag dann schon gut fertig bei Hot Chip und Oliver Koletzki gewesen und dann auf Lützenkrichen gewartet, der die Hyme zum Festival beisteuerte und uns zwei Stunden mit feinstem technoiden Deep House beschallte. Zum Ende hin wurde es leicht anstrengend, s.d. wir nach dem Hit "3 Tage wach" und auf den Weg machten.
Montag ging es dann wieder nach Magdeburg, wo wir uns erholten und einige schöne Tage verbrachten. Mitte der Woche fuhren wir dann weiter nach St. Michaelisdonn, um uns mental auf das Wacken Open Air vorzubereiten.
Für uns ging es Sonntag, vier Tage vor eigentlichem Festivalstart los. Die Gimmicks für jeden Gast bestanden mal wieder aus Full Metal Bags, einem Turnbeutel mit vielen kleinen Geschenken. Die mussten natürlich wieder gezählt werden, wobei das bei ~70.000 Stück eine wundervolle ABM ist. Nun denn, man bekommt ja Geld dafür und sogar 50 Cent mehr als im letzten Jahr. Erstmals gabs auch schöne leicht lila gefärbte Stoffbändchen für die "working crew - no stage", was uns berechtigte überall hin zu gehen, außer eben auf die Bühne - was will man dort auch?!
Montag ging es für mich dann zum Presse-VIP-Checkin, der allerdings vorerst nur für die Dorfbewohner von Wacken und den anliegenden Gemeinden offen war. Sie bekommen ein Dorf-Bändchen, dauerhaften Eintritt für den Vorplatz und an einem Tag freien Eintritt auf das Festivalgelände. Mal davon abgesehen, dass das Durchschnittsalter "meiner Kunden" bei ca. 60 Jahren lag und ich einige aufgrund des Dialekts kaum verstand, erzählten mir so einige, was sie arbeiten und warum ich das Bändchen nicht so fest machen dürfe. Highlight: eine Mutter wollte ein Bändchen für ihren 4 Montage alten Sohn. Gesagt, getan.
Dienstag ging es dann weit mit der normalen Bändchenausgabe (BA) und der ersten Nachtschicht. Sporadisch kamen immer wieder Metaller, die ihr Bändchen haben wollten und sich aufgrund der umgeschlagenen Wetterlage über die originalen Wacken Regencapes im Full Metal Bag freuten. Gegen 7h dann ins Bett und erstmal schlafen. Am späten Nachmittag dann mal wieder das Catering besucht und frisch gestärkt weiter gearbeitet. Programme verkaufen, Bändchen ausgeben und dergleichen. Das ging die nächsten Tage so weiter, bis ich mir mit einigen anderen das Fundbüro unter den Nagel riss, ein System zur Aufnahme der Gegenstände erstellte und alles katalogisierte. Hunderten Portemonaies, teils mit 780$, 250€ und wichtigen Karten gespickt; teils gut mit Matsch versehen und voll uriniert, haben uns die Plastikhandschuhe der Sanis vor Schlimmeren als eine Nase ekligen Geruchs erspart. Das lief die nächsten Tage so weiter: nachts gearbeitet und alles aufgeschrieben und eingetütet. Von einem Kettenhemd über mehrere Kisten voller Handys, Kameras, Schlüssel, Klamotten bis hin jegliche Art von Scheckkarten. Einige Karten und Portemonaies aufgrund des Namens wieder zuordnen können und erstaunlich vielen Fragenden, ohne auf die Liste schauen zu müssen, gesagt, dass wir ihre Sachen in unserem Fundus hätten. Ab und an mal von einem glücklichen Finder ein Bier ausgegeben und sowieso tendenziell den Alkoholkonsum über diese und die anderen Wochen starkt erhöht. Durch diese Arbeit auch erfolgreich um den Zeitungsverkauf der weltweit ersten Festivalzeitund in der prallen Sonne gedrückt.
Das Festival lief wie erwartet mal wieder äußerst friedlich ab, nur dass eine Batterie aus Dixieklo angezündet wurde und dabei ein Auto und einige Zelte mitverbrannten. Einige agressive Töne gab es dann auch als einige Leute "die Band für die sie hierher gefahren sind, Iron Maiden" nicht sehen können. Erwarteten sie tatsächlich, dass wir ihnen sofort ihr Eintrittsgeld (von immerhin 100€) zurückgeben?!
Sonntagnacht dann eine letzte Nachtschicht und nahtlos den Tag über weitergearbeitet, um noch ein paar Stunden zu reissen. Völlig fertig, aber mit schöner Elektromusik auf den Ohren, das Zelt abgebaut und den restlichen Krams zusammengepackt und sich in die sehr lange Auszahlschlange angestellt. Abends dann zurück zu Marthe nach St. Michaelisdonn und dort nach festlichem Hamburgeressgelage, schon auf der Couch eingepennt. Lange schlafen und mit etwas Stress morgens um 15h das Quartier wieder geräumt, da die Eltern im Anmarsch waren. 30km weiter zu unserer Wacken-Chefin gefahren und dort noch zwei Nächte verbracht. Mittwoch zurück nach Marburg gefahren und Donnerstag eine ordentliche Abschiedsparty gefeiert.
Am 03. September ist es soweit. Der Flieger nach Alicante und der anschließende Bus nach Elche stehen bereit. Vorfreude ist da, wirkt aber alles noch relativ fern. Zwischenmieter ist gefunden, Umzug im Gegensatz zu den letzten Wochen in Deutschland schon im Ansatz geplant und das Vordiplom bestanden. Es kann weitergehen...
Nach der letzten Ankreuzklausur (Persönlichkeitspsychologie) am 15. Juli und ausgiebigstem Feiern, ging es dann mit den Schatzis zu den Mausis gen Osten, jenseits der ehemaligen Mauer nach Magdeburg. Grillen, chillen und früh raus um am nächsten Tag aufs Melt Festival in Ferropolis zu fahren. Vor zwei Jahren schon mal dort gewesen und mal wieder von der Location begeistert. Ein altes Tagewerk mit einigen 500t Baggern. Freitagabend dann folgende Bands und DJs gesehen und ordentlich dazu getanzt: Modeselektor, Booka Shade, kurz bei Alter Ego und noch kürzer bei Alexander Marcus. Abschluss bot Skream mit Hammer Dub-Breakbeats inkl. Sonnenaufgang.
Samstagabend dann mit The Notwist gestartet, danach wollten wir zu The Whitest Boy alive, waren allerdings nicht die einzigen und die Halle war schon brechend voll, s.d. niemand mehr reingelassen wurde. So richtig, richtig ab ging es dann bei Crookers, deren Musik wir uns vorher schon mehrere Male zu Gemüte führten und wie der Rest der Leute schön feierten. Afterwards noch mal bei Boys Noize reingeschaut und mal wieder im sanften Morgenlicht zum Zelt gefahren und gelaufen.
Sonntag dann schon gut fertig bei Hot Chip und Oliver Koletzki gewesen und dann auf Lützenkrichen gewartet, der die Hyme zum Festival beisteuerte und uns zwei Stunden mit feinstem technoiden Deep House beschallte. Zum Ende hin wurde es leicht anstrengend, s.d. wir nach dem Hit "3 Tage wach" und auf den Weg machten.
Montag ging es dann wieder nach Magdeburg, wo wir uns erholten und einige schöne Tage verbrachten. Mitte der Woche fuhren wir dann weiter nach St. Michaelisdonn, um uns mental auf das Wacken Open Air vorzubereiten.
Für uns ging es Sonntag, vier Tage vor eigentlichem Festivalstart los. Die Gimmicks für jeden Gast bestanden mal wieder aus Full Metal Bags, einem Turnbeutel mit vielen kleinen Geschenken. Die mussten natürlich wieder gezählt werden, wobei das bei ~70.000 Stück eine wundervolle ABM ist. Nun denn, man bekommt ja Geld dafür und sogar 50 Cent mehr als im letzten Jahr. Erstmals gabs auch schöne leicht lila gefärbte Stoffbändchen für die "working crew - no stage", was uns berechtigte überall hin zu gehen, außer eben auf die Bühne - was will man dort auch?!
Montag ging es für mich dann zum Presse-VIP-Checkin, der allerdings vorerst nur für die Dorfbewohner von Wacken und den anliegenden Gemeinden offen war. Sie bekommen ein Dorf-Bändchen, dauerhaften Eintritt für den Vorplatz und an einem Tag freien Eintritt auf das Festivalgelände. Mal davon abgesehen, dass das Durchschnittsalter "meiner Kunden" bei ca. 60 Jahren lag und ich einige aufgrund des Dialekts kaum verstand, erzählten mir so einige, was sie arbeiten und warum ich das Bändchen nicht so fest machen dürfe. Highlight: eine Mutter wollte ein Bändchen für ihren 4 Montage alten Sohn. Gesagt, getan.
Dienstag ging es dann weit mit der normalen Bändchenausgabe (BA) und der ersten Nachtschicht. Sporadisch kamen immer wieder Metaller, die ihr Bändchen haben wollten und sich aufgrund der umgeschlagenen Wetterlage über die originalen Wacken Regencapes im Full Metal Bag freuten. Gegen 7h dann ins Bett und erstmal schlafen. Am späten Nachmittag dann mal wieder das Catering besucht und frisch gestärkt weiter gearbeitet. Programme verkaufen, Bändchen ausgeben und dergleichen. Das ging die nächsten Tage so weiter, bis ich mir mit einigen anderen das Fundbüro unter den Nagel riss, ein System zur Aufnahme der Gegenstände erstellte und alles katalogisierte. Hunderten Portemonaies, teils mit 780$, 250€ und wichtigen Karten gespickt; teils gut mit Matsch versehen und voll uriniert, haben uns die Plastikhandschuhe der Sanis vor Schlimmeren als eine Nase ekligen Geruchs erspart. Das lief die nächsten Tage so weiter: nachts gearbeitet und alles aufgeschrieben und eingetütet. Von einem Kettenhemd über mehrere Kisten voller Handys, Kameras, Schlüssel, Klamotten bis hin jegliche Art von Scheckkarten. Einige Karten und Portemonaies aufgrund des Namens wieder zuordnen können und erstaunlich vielen Fragenden, ohne auf die Liste schauen zu müssen, gesagt, dass wir ihre Sachen in unserem Fundus hätten. Ab und an mal von einem glücklichen Finder ein Bier ausgegeben und sowieso tendenziell den Alkoholkonsum über diese und die anderen Wochen starkt erhöht. Durch diese Arbeit auch erfolgreich um den Zeitungsverkauf der weltweit ersten Festivalzeitund in der prallen Sonne gedrückt.
Das Festival lief wie erwartet mal wieder äußerst friedlich ab, nur dass eine Batterie aus Dixieklo angezündet wurde und dabei ein Auto und einige Zelte mitverbrannten. Einige agressive Töne gab es dann auch als einige Leute "die Band für die sie hierher gefahren sind, Iron Maiden" nicht sehen können. Erwarteten sie tatsächlich, dass wir ihnen sofort ihr Eintrittsgeld (von immerhin 100€) zurückgeben?!
Sonntagnacht dann eine letzte Nachtschicht und nahtlos den Tag über weitergearbeitet, um noch ein paar Stunden zu reissen. Völlig fertig, aber mit schöner Elektromusik auf den Ohren, das Zelt abgebaut und den restlichen Krams zusammengepackt und sich in die sehr lange Auszahlschlange angestellt. Abends dann zurück zu Marthe nach St. Michaelisdonn und dort nach festlichem Hamburgeressgelage, schon auf der Couch eingepennt. Lange schlafen und mit etwas Stress morgens um 15h das Quartier wieder geräumt, da die Eltern im Anmarsch waren. 30km weiter zu unserer Wacken-Chefin gefahren und dort noch zwei Nächte verbracht. Mittwoch zurück nach Marburg gefahren und Donnerstag eine ordentliche Abschiedsparty gefeiert.
Am 03. September ist es soweit. Der Flieger nach Alicante und der anschließende Bus nach Elche stehen bereit. Vorfreude ist da, wirkt aber alles noch relativ fern. Zwischenmieter ist gefunden, Umzug im Gegensatz zu den letzten Wochen in Deutschland schon im Ansatz geplant und das Vordiplom bestanden. Es kann weitergehen...
weltraumpapst - 9. Aug, 12:33


