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Kapstadt

Dienstag, 10. April 2007

Back in Marburg und Kapstadt Bilder

So. Nach einem schönen Abschlussgrillen, einem langen -verschlafenen- Flug und einer entspannten Bahnfahrt wieder zurück in Marburg. Geändert hat sich eigentlich nichts. Nur dass der Oberstadtaufzug erneuert wurde. Es ist aber schön wieder 'zu hause' zu sein, alle Leute wiederzusehen, Saxophon in der Cavete zu spielen und abends alleine durch die Strassen gehen zu können ohne das man Angst haben muss gleich überfallen zu werden.

Die Kapstadtbilder sind endlich online: http://bilderdeslebens.dl.am/

Freitag, 6. April 2007

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Die letzten Stunden also in Cape Town, die letzten Sonnenstrahlen sind eingefangen, das letzte Geld ausgegeben, der Rucksack gepackt. 23:25h geht der Flieger aus Kapstadt nach Amsterdam und dann weiter nach Frankfurt, wo ich morgen um 15:05h lande...
Die Woche war gepraegt von Abschieden und Kennenlernen von neuen Leuten. Montag ist Caroline nach drei Montagen Suedafrika zurueck nach Leipzig geflogen, am Dienstag hatte ich meinen letzten (entspannten) Arbeitstag, Mittwoch die letzte grosse Party und gestern Abend das letzte Volunteertreffen mit den Atlantic Volunteers, ein anschliessende kleine Geburtstagsparty und ein weiterer Club in den ich aufgrund meines Dresscodes nicht reinkam. 'You must wear a shirt like me and shoes like me' mahnte der Tuersteher. Gluecklicherweise kam ich nicht rein, weil die Leute, die da rumliefen sahen alles gleich aus...

Sonntag, 1. April 2007

Cape Town International Jazzfestival

Donnerstag abend war das kostenlose 'warm-up' Konzert des 8. Cape Town International Jazzfestival. Der ganze Greenmarket Square war voller Menschen und die Stimmung war wunderbar.

Am Freitag (meinem offiziell letzten Arbeitstag) war mal wieder meeting day, d.h. den ganzen Tag Besprechungen, die aber teils sehr interessant sind, da ueber die Wehwehchen der members gesprochen wird.
Abends dann endlich das Jazzfest. Nach eigeen Aussagen 'the grandest gathering in africa'. Karten fuer beide Tage hatte ich schon Wochen vorher gekauft. Nachfolgend nun ein paar Gedanken zu den Bands, die ich gehoert habe:

- Esther Miller feat. Jeremy Pelt (tp): Die angenehme Stimme und die scat Einlagen waren ueberzeugend; teils unglaubliche licks des Trompeters und ein wunderbarer Sound, wenn er mit dem Fluegelhorn gespielt hat; das Saxohon hatte leider keinen erkennbaren Aufbau in seinen soli und der Drummer hat die ganze Zeit vom Blatt gespielt, trotzdem ein schoener Einstieg.

- Joe Sample feat. Randy Crawford: die ersten drei Stuecke spielten sie im Trio, nice Jazz, dann kam Randy und das Publikum explodierte und sang bei einigen Stuecken mit, der erste Song: ' happiness is just a thing called joe' (wie wahr ;-) war mir jedoch allgmein zu poppig, bin nach dem dritten Stueck mit Randy gegangen.

- Closet Snare: schon die Besetzung der kapstaedter Band versprach vieles: drums, gitar/samples, machines/decks, tp/fluegelhorn, bass, visuals. Ich wuerde es als noisy-electronic-free-bass-jazz bezeichnen. Sehr geil.

- Yenya Khalil & his Egyptian Jazz Fusion: das Zusammenspiel der Percussionisten war spitze, Yenya hat aber mehr Show als alles andere gemacht, die Band ueberzeugte mehr als er.

- Average White Band: zwei Stuecke des Old-Men-Funk haben gereicht, ausserdem musste ich dringend zu:

- Nils Landgren & Funk Unit: endlich mal die wohl funkiest Band von Skandinavien. Ihre funky Interpretation von Abba kannte ich schon von ihrer CD, aber live war das nicht zu toppen. Nils drei minuetige scat Einlage wohl kaum zu ueberbieten. Das beste Funkonzert, das ich je gesehen habe.

Samstag:

- Standard Bank National Youth Jazz Band: besser als beim warm-up Konzert, der Xhosa-Gesang der albinoschwarzen Saengerin liess einen grossen Teil des Publikums mitsingen.

- Stimela: was eine Stimmung, die Menge tobte bei einer sehr unterhaltende Show des total breiten Frontmans, aber auch eher Pop als Jazz

- Tucan Tucan: mit Mosambikanerin, Norwegern und Argentieniern, portugisischen, englischen und anderssprachigen Texten die wohl internationalste Band. Schoener Latin mit schoenen Saengerinnen, guter Tenor- und Sopransaxophonist.

- Jack De Johnette & Sibongile Khumalo: das Konzert auf das ich am Samstag gewartet habe! Im folgenden die einzelnen Musiker:
*Sibongile Khumalo (vocals): noch nie eine so Stimme gehoert, ein unglaublicher Tonumfang, superschnelle Scats und soul pur.
*Jason Yarck (alto, tenorsax): eindeutig der beste Saxophonist den ich je gesehen habe, extreme Laeufe, Call&Respone mit den anderen und Tonhoehen bis zum Umfallen, seine Frisur - ein geflochten und gedrehter Haarkegel - rundeten das ganze ab. sowieso machen die Kapstaedter alles moegliche mit ihren Haaren,
*Jerome Harris (bass): ein akkustischer E-Bass, super sicher, egal was Jack an den drums auch gemacht hat, spitzen Solibegleitung und immer ein Laecheln auf den Lippen,
*Danilo Perez (piano): sehr guter Pianist, teils konnte man seine argentinischen Wurzeln raushoeren, sehr netter Effekt wenn er in den Fluegel zu seinen Soli sang.
*Bryon Wallen (trumpet/shell): wow, mehr nicht, ein Intro auf einer Muschel geblasen, das Muschelsolo (mit verschiedenen Groessen und Formen) ging leider im Auftritt des Praesidenten Sued Afrikas Thabo Mbeki zehn Meter neben mir am Buehnenrand total unter, Bryon blies sich die Seele aus dem Leib, aber ein grosser Pulk rennt zum Praesi um Fotos zu machen und ihn zu beruehren, ein riesen Aufruhr von dem Angela Merkel wohl nur traeumen kann,
*Jack DeJohnette: einfach nur sprachlos, eine hammer Begleitung bei den soli ganz zu schweigen von seinen eigenen, man bekam etwas Angst um seine Unterlippe, so angestrengt und konzentriet wie er bei den soli-Hoehepunkten darauf rumbiss.
Das letzte Stueck, ein afrikanisches, bei dem wieder mal (fast) alle mitsangen wurde nach dem Ende von einer kleinen Gruppe im Publikum aufgegriffen und weitergesungen und getanzt, staendig kamen mehr Leute und sangen und tanzten...

- Madala Kunene: natuerlich ein schweres Los nach DeJohnette, afrikanische Gitarrenmusik, ok, aber nicht mein Ding

- The Stoner: das schwedische Quartet spielte guten Jazz, der Schlagzeuger war ueberragend gut aber der Saxophonist konnte trotz seiner lustigen Ansagen nicht ueberzeugen,

- Carribean Jazz Project: ich hatte mir igrendwie etwas mehr erwartet, dennoch ein schoener Abschluss, laut Plan das letzte Konzert, doch wurde das von Hip Hop Pansula auf diese Buehne verlegt, da zu viele Leute die Nationalhelden sehen wollten.

- Hip Hop Pansula: einige nette Jazzeinfluesse, aber eben HipHop, die Menge ist komplett ausgerastet, was die Afrikaner (bei Konzerten zumindest) sowieso besser koennen....

So viel zu einem unvergesslichen Konzert Wochenende....

Donnerstag, 29. März 2007

das muss nicht sein..

Heute morgen, nach viel zu kurzer Nacht, aufgewacht, Wecker ausgestellt und sich ueber die anhaltende Dunkelheit gewundert. Ein weiterer Bilck auf die Uhr verraet nichts neues. 7:30h. Normale Aufstehzeit. Also kurz ins Bad und zum Fruehstueck. Keiner da. So langsam kommt die Ueberzeugung, dass da was nicht stimmt. Zurueck ins Zimmer. Ein Blick auf die Uhr meines MP3-Players (die normale Uhr fiel ja dreisten Raeubern zum Opfer) bringt Gewissheit, eine Stunde zu frueh aufgestanden. Back to bed also und noch ein Stuendchen Schlaf.

Die ominoese Frage des Tages ist: wie zum Teufel hat sich die Uhr meines Handys zwischen 2.30h und 6:30h um eine Stunde verstellt. Hab ich schlafwandelnd -aus welchen Gruenden auch immer- mein Handy selbst verstellt? Waren hoehere Maechte am Werk? Oder hat mein Handy suedafrikanische Arbeitsverhaeltnisse angenommen und mit leichter Verspaetung -auch noch ungerechtfertigt- die europaeische Sommerzeitumstellung nachgeahmt?

Montag, 26. März 2007

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Nach Genuss einer wohl niccht mehr ganz so frischen Frucht, lag ich fuer den Rest des Freitags und die Nacht ueber ziemlich flach. Samstag ging es allerdings schon viel besser, so dass einem (kostenlosen) Besuch in der South African National Gallery nichts mehr im Wege stand. Ziemlich klein fuer eine National Gallery, aber recht schoene Fotografien und immerhin eine Videoinstallation. Abends die uebliche Runde Billard im 'stones' und eine erfolglose Suche nach einer Hausparty - die dem spaeteren Hoeren-Sagen sowieso nicht berauschend gewesen sein soll.

Sonntag ging es dann auf einen der groessten Flohmaerkte Kapstadts in Green Point. Ramsch wohin das Auge reicht und alle Staende haben im Prinzip das Gleiche: Skulpturen aller moeglichen Tierarten, 'selbstgemalte' Bilder, kitschige Klamotten, Sonnenbrillen (wovon bisher nur eine meiner Kollektion beitreten konnte), alte Kassetten, Wasserhaehne und jeglicher anderer Scrott....

Abends ging es dann nach gut und gerne drei Jahren Abstinenz -eher zuefaellig- zu einem suedafrikanischen Gottesdienst einer methodistischen Kirche; ausschliesslich um den Unterschied zur deutschen Messe zu sehen. Und der ist gross, da viel mehr gesungen wird und nicht alles so feierlich gestaltet ist. Trotzdem bei weitem kein Umschwung meiner atheistischen Haltung. Nach jedem zweiten Satz des Reverend, waehrend der Predigt ('Jesus on route to Jerusalem') haette ich im eine Frage an den Kopf knallen koennen. Unterwuerfigkeit, Hirarchiedenken, geschmueckt mit einigen krassen Vorurteilen und -bei manchen Liedern- 95% aller Arme in der Luft um Gott naeher zu sein rundeten das Ganze ab. Bestuerzung und unterdrueckte Lacher meinerseites wechselten sich ab. Eindeutig nichts fuer mich....

Freitag, 23. März 2007

Happy Birthday Blog!

Heute vor einem Jahr begann ich diesen Blog zu schreiben. Eigentlich aus der Intension heraus, etwas ueber den vergangenen Aegyptenurlaub zu schreiben... das habe ich nie geschafft. ;-)

Donnerstag, 22. März 2007

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Nach dem Reisewochenende ging es Montag mit dem normalen Alltagstrott weiter. Letzte Vorbereitungen fuer das 'employment's lunch' am Dienstag wurden getroffen. Eingeladen wurden alle Arbeitgeber von erwerbstaetigen member des Fountain House. Neun Leute waren da, die herum gefuehrt wurden und dabei ein noch nie dagewesene Arbeitsatmosphaere bewundern konnten. Bevor der grosse run auf das kleine fingerfood -essen begann, sprach Mike Toni, der Vizepraesident der suedafrikanischen Behindertenvereinigung, ueber deren Weltanschauung und Probleme im Alltag. Dienstag abend kam ich endlich mal wieder dazu selbst zu kochen und damit ein bisschen Abwechslung in den tristen YMCA-Speiseplan zu bringen.

Mittwoch war Human Rights Day, Feiertag in ganz Suedafrika und Grund genug fuer ein Ausflug zu einigen Weinguten um Wein zu testen. Gleich beim ersten, bekamen wir eine kostenlose Kellerfuehrung, da die gut informierte und sehr informative aeltere Dame in 'Groot Constatia' Carolines Weinhaende sah und sie damit als Verbuendete identifizierte.
Von den insgesamt drei wine tastings ruhten wir uns am Muizenberg Strand aus und entkamen dem Stau auf dem Rueckweg, indem wir ueber Cheapman's Peak, eine wunderschoene Kuestenstrasse durch die Berge, fuhren. Es schien als dass die Kapstaedter schon am Dienstagabend ordentlich gefeiert haben, denn die Bars waren am Mittwoch mehr als schlecht besucht.

Endlich mal wieder ausschlafen - mit vielen Unterbrechungen durch Bettmachpersonal und meinen ruecksichtsvollen Mitbewohnern im Ghettoblock des Y. Sehr trueber Tag, fast Regen, aber dennoch um einiges waermer als in Deutschland ;-) Besuch des District Six Museum, das an das durch die Apardheidregierung zerstoerte sechste District Kapstadts erinnert. Gleich geht es zu einem entspannten Videoabend bei Adam....

Montag, 19. März 2007

Einmal raus aus Kapstadt, bitte!

Die letzte Woche war eher langweilig, daher auch keine neuen Blogeintraege. Neben 'normalen' Arbeiten, was sich in der letzten Woche auf Computer reparieren und einrichten beschraenkt hat, jaehtete ich Unkraut im Garten, "maehte" den Rasen mit der wohl schlimmsten und aeltesten elektrischen Motorsense und ging abends billig Bier trinken und Billard spielen.

Langweilige Woche, um so besseres -und vor allem verlaengertes- Wochenende: Freitag morgen ging es mit Nicole und Caroline auf die beruehmte GardenRoute quer durch das Western Cape, sprich an der Kueste ostwarts. Freitag morgens um 7h los machten wir als erstes Halt in Hermanus, der "Walhaupstadt" Suedafrikas mit weltweit einzigartigem Walschreier (er benutzt ein Seetanghorn dafuer :). Leider ist die Walsaison seit November vorbei, s.d. der Halt sich ausschliesslich auf fuenf Minuten beschraenkte.
Weiter zum Fruehstueck an den ersten sehr schoenen, grossen, abgelegenen Strand. Die Plaat in der Walkers Bucht bei DeKelders. Weiter ueber Stock und Stein einer ~30km langen ungeteerten und einsamen Piste zum suedlichsten Punkt Afrikas in L'Angunas. Nach alkoholischer Erfrischung recht zuegig zum zentralen Punkt unserer Reise: Wilderness, einem kleinen Kaff irgendwo an der Kueste Suedafrikas. Warum dort? Caroline war vor drei Jahren schon hier und eines der besten 100 Restaurants Suedafrikas (seit 5 Jahren in Folge) befindet sich hier. Schnieke? Jap! Gehoben? Jap! Extraklasse? erstrecht? Teuer? Denkste. Supervornehme, aber zugleich lockere Bedienung, die einem SchnickSchnackSchuck-Spiel um die Dessertwahl nicht scheut. Ein unglaubliches sieben Gaengemenu mit Strauss, Antilope, Sorbet und Minzeiskuchen, um nur einige zu nennen. Dazu weltklasse Weine. Zwei Weisse, Roter und nochmal ein Weisser und ein Roter fuer den Rest des Abends. Als Hintergrundmusik BuenaVistaSocialClub, Miles Davis und einmal kurz Celine Dion, was mich sogleich an das Restaurant in Aegzpten erinnert, wo vor einem Jahr diese CD rauf und runter lief. Natuerlich nicht mal im Ansatz vergleichbar. Der Chef persoenlich fuhr uns in unsere Unterkunft, eine nette kleine Beach Lodge.

Samstag regnete es leider den ganzen Tag, so dass wir beschlossen in eine Tropfsteinhoehle zu gehen. Die Adventuretour konnten wir aufgrund mangelnder Festigkeit unserer Schuhe (FlipFlops eignen sich nicht wirklich) nicht mitmachen. Trotzdem recht interessant, so weit Steine interessant sein koennen.

Sonntag ging es dann puenktlich um 8:30h weiter nach Knysna einem sehr touristischem Ort, kurzer Stopp und anschliessendes Fruehstueck mit super Blick in einem traumhafte Bucht. Die Sonne kam auch endlich wieder raus. Weiter nach Plettenbay Beach, dem oestlichsten Punkt, den wir bei unserer Reise erreichten, schliesslich mussten wir alle drei heute morgen wieder arbeiten. Den neidischen Blick auf die Kitesurfer konnte ich mir nicht verwehren, waere ich doch zu gerne selbst raus gegangen. Auf dem Rueckweg noch ein Halt beim Noetzie Beach, ein sehr abgelegener wunderschoener Strand (der schoenste von allen bisher). Stopp in MosselBay zum Muschelessen in dem wohl schlechtesten Restaurant des Wochenendes. Ein Abstieg von genial bishin zu ultraschlechtem Service und durchschnittlichem Essen.
Nach ueber 1400km, die wir an diesem Wochenende zuruecklegten kam wir drei -fertig vom vielen fahren- gestern Abend gluecklich und voller Impressionen aus Suedafrika wieder zurueck....

Montag, 12. März 2007

Robertson

Mit der wohl ueblichen suedafrikanischen Verspaetung von zwei Stunden fuhren ich Freitagabend mit Jack (Suedarikaner), Adam (Australier), Nicole & Caroline (beides Deutsche) in das Ferienhaus von Jacks Eltern nach Robertson. Mitten in einer riesen Weinfarm in einem riesen Tal liessen wir es uns in dem netten kleinen Haeuschen -ein dreiviertel Stunden von Kapstadt entfernt- gut gehen.
Nachdem wir am ersten Abend bis 03h draussen sassen, wollte ich schon draussen pennen, Jack riet mir aber davon ab, da es morgens wohl sehr laut waere. Also drinnen geschlafen und es nach einer knappen Stunde bereut, denn Jack schnarchte im anderen Zimmer zu laut. Es ging trotzdem irgendwie - bis zur typischen YMCA-Fruehstueckszeit um 7:40h. Glaube ich kann gar nicht mehr laenger schlafen... Ich verzog mich nach draussen unter einen Baum und schlief weiter.
Am Samstag taten wir rein gar nichts. Irgendwann sind wir nur auf zwei Weingute gefahren und haben Wein getestet. Sehr informativ war es, da Caroline hier auf einem Weingut arbeitet und sehr viel Ahnung davon hat. Abends dann DVDs geschaut und gegen 12h gegrillt (wird hier 'braai' genannt).
Es war nicht schwer Nicole und Caroline davon zu ueberzeugen draussen zu schlafen und die beiden schnarchenden Anderen im Haus zu lassen. So verbrachten wir die Nacht unter dem wunderbaren Sternenhimmel der suedlichen Hemisphaere. Weit und Breit kein Licht, nur der Mond, Sternschnuppen und Eiscreme. Die Nacht war, mit Ausnahmer einiger Entenschwaerme, erstaunlich ruhig.
Samstag um 12h, nach einem kleinen Eiscremefruehstuck (ziemlich gesunde Ernaehrung hier :-P), gleich weiteressen. Wir fuhren mit einem kleinen Boot auf einem unspektakulaeren Fluss. Das uns servierte Essen war auch eher unspektakulaer. Naja. Man muss alles mal gemacht haben.
Die wegen Rotweinkonsum verschlafene Rueckfahrt zum Haus, die gesehen DVD und das Aufraumen fuellten den gesamten Nachmittag.
Zurueck in Cape Town, dann das Wochenende mit einem kleinen Snack im ObzCafe abgeschlossen...

Donnerstag, 8. März 2007

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So langsam aber sicher kommt ein Trott in das Leben hier. Morgens zur arbeit, dann nach hause, dann entweder in die Stadt, mit anderen treffen oder einfach lesen.. das einfach Lesen nimmt gerade etwas Ueberhand, da ich ganz leich kraenkel. Ein nicht allzu schoener Husten hat mich erwischt. Gestern schon fuer ganze 2 Euro von der Apotheke selbst gebrauchte Medizin gekauft. Mal sehen was das gibt.

Gestern waren wir im Norden von Kapstadt, wo es einen grossen (Kite-)Surferstrand gibt. Ausser drei bis vier Kiter war aber nicht so viel los. Sehr nette Bedingen aber...

Heute wollten wir eigentlich auf den Tafelberg steigen, mal sehen ob das was gibt. Es ist tierisch heiss und eigentlich will ich das meinem Hals nicht unbedingt antun.

Ansonsten sind alle noch uebrig gebliebenen Wochenenden bereits ausgebucht:
- diesen Freitag gehts nach Robertson in ein 'Ferienhaus' von einem Typen, den ich hier kennengelernt habe. Es kommen noch ein Australier und zwei Deutsche mit. Mit letzteren habe ich noch kein Wort deutsch gesprochen, deswegen bin ich ja auch nicht hier ;-) (klappt uebrigens ganz gut mit dem Englisch, auch wenn mir manchmal noch franzoesische Worte rausrutschen...)
- naechstes Wochenende fahren wir wohl ein Teil der Gardenroute, eine landschaftlich umwerfende Route durch ganz Suedafrika
- am letzten Maerzwochenende ist das Cape Town International Jazz Festival mit groessen aus Afrika und der ganzen Welt hier. Fuer gerade mal ~43 Euro (zwei Tage!) kann man sich das nicht entgehen lassen.....

Abschliessend noch eine nette Story, die mir eigentlich schon vor Wochen passiert ist, ich jedoch im Internetcafe immer wieder vergass:

Auf dem Weg zum Company's Garden (einem Park mitten in Kapstadt) lief ich -wie man eigentlichen staendig tut- an Strassenlaeden vorbei. Es war schon ~17h, so dass die Leute bereits einraeumten. Ein "Rastafarian" sieht mich, spricht mich natuerlich an. Er war Kuenstler und wollte sein (wirklich nicht schlechten) Bilder an den Mann bzw. an mich bringen. Ich sagte mehrmals nein, er legte mir drei vor und meinte welches ich kaufen wuerde. Ich sagte ihm ich will keins kaufen, tippte aber trotzdem auf eins. Er rollt es zusammen und will es mir schenken. Ich nahm es nicht an; verdammtes Misstrauen. Die Frau, die bei dem Stand mithalf fing schon an zu lachen und meinte, dass man auch in Suedafrika mal was geschenkt bekommt. Nun denn. wegen meines Misstrauens schenkte es mir nur kleines Bild und fragte nach meinem Namen. Als ich nach seinem fragte liess er ein Schwall von Xhosa (eine der elf Landessprachen hier), incl drei Klicklauten ab, meinte dann aber er nennt sich einfach 'fish'.
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